Für mehr Miteinander in Waldkraiburg



Arbeitskreis Asyl in Waldkraiburg gegründet

25.11.2015 15:02

Unter hoher Beteiligung fand die Gründungsveranstaltung im Haus Sudetenland statt.

Um ehrenamtliches Engagement und Angebote von Organisationen und Behörden miteinander zu vernetzen, wurde in Waldkraiburg am 24. November der neue Arbeitskreis Asyl gegründet. Unter der Leitung von Bürgermeister Pötzsch begann die gut besuchte Gründungsveranstaltung im Haus Sudentenland. Der Bürgermeister begann die Veranstaltung mit einem Überblick über die Situation in Waldkraiburg und dem Landkreis. Auch wenn die Dringlichkeit der Thematik nicht mehr so präsent sei wie noch vor einigen Wochen, gäbe es keine Entwarnung. Das Landratsamt kämpfe immer noch mit der Unterbringung von Hunderten Menschen, die täglich nachkämen. Dabei habe Waldkraiburg mit bis Jahresende 600 Asylsuchenden sein Soll bei Weitem erfüllt. Ganze 42% aller im Landkreis ankommenden Flüchtlinge seien das, während andere Gemeinden zum Teil noch gar keinen oder nur ein paar wenige Menschen untergebracht hätten. Aus diesem Grund will die Stadt Waldkraiburg sich nun auch damit beschäftigen, wie die Neuankömmlinge in Waldkraiburg willkommen geheißen, gut aufgenommen und besser integriert werden können statt sich auf weitere und immer mehr Unterbringungsmöglichkeiten zu konzentrieren.

Der Arbeitskreis (AK Asyl)  könne dabei wertvolle Arbeit leisten, indem er erstens zeige, wie wichtig der Stadt das Thema sei, eine bessere Vernetzung gewährleiste, Ansprechpartner für Helfer und Betroffene sei und durch eine neutrale und realistische Öffentlichkeitsarbeit informiere und Vorurteile abbaue, übernahm Richard Fischer, der Organisator der Veranstaltung, das Wort.

Diese Aufgabenbereiche finden sich auch in der Satzung des AK Asyl. Es spiegelt sich darin wider, dass der AK Asyl ein Kreis von Ehrenamtlichen und Mitgliedern von Organisationen ist, die bereits im Bereich Asyl engagiert sind. Der Arbeitskreis soll politisch, ethnisch sowie religiös und weltanschaulich neutral sein. Wichtig ist, dass nicht nur die Bedürfnisse der Asylsuchenden ein Anliegen des AK Asyl sind, sondern auch die Interessen der Bürger wahrgenommen werden sollen.

Schwerpunkte in der Arbeit sieht die Satzung in der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements, zum Beispiel im Bereich Sprachkurse oder Verkehrserziehung, Kinderbetreuung und Hilfestellungen im Alltag, aber auch bei der Beantragung finanzieller Unterstützungen und bei Behördengängen vor.

Als Kopf des AK Asyl dient ein Kompetenzteam aus gewählten Vertretern, allen voran der Vorsitzende. Daneben gibt es einen Stellvertreter, einen Schriftführer, einen Kassier, einen Pressesprecher und fünf Beisitzer, die für die verschiedenen Themenbereiche zuständig sein sollen. Finanziert wird der AK Asyl über Mittel der Stadt und Spenden.

Die Satzung wurde von den Anwesenden nach einer angeregten Diskussion über einige Punkte ohne Gegenstimmen angenommen. Die Wahl des Vorstands schloss sich als nächster Tagesordnungspunkt an.

Zum Vorsitzenden wurde Richard ­Fischer gewählt, stellvertretender Vorsitzender wurde Jochen Stein. Als Schriftführerin stellte sich Inge Schauberger zur Verfügung, als Pressesprecherin Sonja Hoffmann und als Kassier Horst Lang. Zu Beisitzern wurden Anette Gibis, Maria Regler und Regina Westhof gewählt. Zwei Sitze blieben mangels Kandidaten vakant, vor allem für den Bereich Sport wird noch ein Verantwortlicher gesucht.  Alle Mitglieder des Kompetenzteams wurden ohne Gegenstimmen gewählt.

Anschließend wurden die Vertreter der Organisationen benannt, die sich im AK Asyl engagieren wollen. Vorsitzender Richard Fischer bedankte sich bei allen Anwesenden und brachte seinen Wunsch zum Ausdruck, der Arbeitskreis möchte zu mehr Miteinander führen und für alle eine Bereicherung sein.

Bereits Anfang Dezember wird sich das Kompetenzteam zum ersten Mal treffen und schnellstmöglich erste Informationen zur Verfügung stellen. Unter der Adresse www.asyl-waldkraiburg.de wird dann sobald wie möglich eine Homepage aufgebaut und der Kontakt mit dem AK Asyl erleichtert.